Theodore von La Hache
Theodore Felix von La Hache portret Theodore Felix von La Hache
Donnerstag 19 Oktober 2017              Besucher: 72
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Von La Hache in aller Kürze geschrieben

Von La Hache in Dresden

Von La Hache in New Orleans

die Musik von Von La Hache abhören

Quellenangabe

Theodore von la Hache


In New Orleans

  1. Kurze Darstellung seines Lebens zwischen 1842 und 1869
  2. Von La Hache: der Musiker
  3. Von La Hache: der Pianist
  4. Von La Hache: der Organist/Chorleiter
  5. Von La Hache: der Komponist von Liedern
  6. Von La Hache: der Komponist von Kirchenmusik



















Kurze Darstellung seines Lebens zwischen 1842 und 1869



Man nimmt heute allgemein an, dass Von La Hache 1842 als Immigrant in New Orleans landete.
In den ersten vier Jahren seines Aufenthalts hat er sich mehrmals beworben, möglicherweise als Organist, aber jedenfalls als Musikpedagoge.
Dass es so ist, wissen wir, weil im Jahre 1854 ein Redakteur bei der Zeitung „The Daily Picayune“ erwähnt, „Dass Von La Hache schon 8 Jahre früher (also in der Periode 1846 bis 1854) den guten Ruf eines erfolgreichen Dozenten habe“.
Am 19. Februar 1846 heiratet er in der Sankt-Patricks-Kathedrale in New Orleans die Maria Emilia Johnston.
Im Februar 1867 trägt er eine Bleivergiftung davon, die eine allmähliche Lähmung seiner Hände hervorrief, wodurch sie an Kraft einbüßten. Gerade vorher hatte er mit George W. Doll, seinem Geschäftspartner, einen Musikladen eröffnet, um Klaviere zu importieren.Seine Mitteillung im Juli 1866 nach New York zu reisen, um Klaviere einzukaufen, macht in New Orleans Schlagzeilen. „The New Orleans Times“ widmet seiner Reise drei Zeitungsberichte.
Das „Piano Wareroom“ wird ein voller Erfolg.
Im November 1866 zieht man wegen Erweiterung des Geschäfts nach 17, Baronnestreet um, sogar weniger als sechs Häuser vom Canalstreet entfernt. Auch Emile, der jüngere Sohn, assistiert fortan im Geschäft. Die kommerziellen Aktivitäten werden noch mal erweitert. Von La Hache gibt von nun an selber Musikpartituren heraus. Im ersten Vierteljahr des Jahres 1867 veröffentlicht er die von ihm selber komponierte Sammlung, „Morning Service“ genannt, die liturgische Gesänge enthält für die täglichen Frühmessen. Es ist bemerkenswert, dass sein Geschäftspartner, George W. Doll, am 1. April 1867 aus dem Geschäft aussteigt. Von La Hache muss jetzt seine eigene Buchführung machen, was ihm schlecht von der Hand geht!

Von La Hache hatte in seinem Leben einen unvergesslichen Höhepunkt erreicht, als er am 27. Mai 1868 in einer Aufführung mit den gesamten Kirchenchören und dem großen Orchester die 12. Messe von W.A. Mozart dirigiert.
Die „New Orleans Times“ berichtet am 28. Mai darüber: „Die Aufführung war ein wahrer Triumph!“
Im oktober 1868 zieht das Unternehmen aufs Neue um: von der Baronnestreet 17 in die Baronnestreet 20. Um den gefeierten Musiker wird es danach still. Er ist am 13. März 1869 noch anwesend beim Benefizkonzert in der Vincentius a Paolo-Kirche, aber das bedeutete das endgültige Ende einer langen Reihe von Wohltätigkeitskonzerten.
Etwas später ist Von La Hache selber das Objekt eines Benefizkonzertes. Es geht ihm inzwischen sehr schlecht. Die „New Orleans Times“ berichtet am nächsten Morgen über Von La Hache: „Einer von unseren renommiertesten und talentvollsten Musikern lebt in bitterer Armut und ist schwer krank“.

Im Laufe des Sommers des Jahres 1869 verschlimmert sich sein Zustand zusehends. Es ist nicht verwunderlich, dass sein Name bei der Vorstellung der geplanten „Herbstkonzerten“ nicht mehr erwähnt wird.
Am Samstagmorgen, den 21. November, um 06.00 Uhr stirbt er. Sein Sohn, Theodore Junior, erstattet Anzeige und gibt als Todesursache „kränkliches Herzversagen“ an. Lange Lobreden werden auf ihn gehalten in der „Tagliche Deutsche Zeitung“, der „New Orleans Times“ und in der „Daily Picayune“.
Man berichtet: „Sein Tod nimmt uns einen Mann, der als Einwohner, als Ehegatte und als Vater und für alle anderen Leute, die mit ihm zusammenlebten, ein leuchtendes und bewundernswertes Vorbild war.
Für das große Publikum war Herr von La Hache namentlich als äußerst talentierter Musiker bekannt, der – sei es als Komponist, sei es als Dirigent, oder als Dozent - in allen Hinsichten eminent war.
Er war ein sehr fruchtbarer Komponist, nicht nur von Unterhaltungsmusik, die trotz allem beim Klavierspieler und beim Sänger im Salon beliebt bleibt, sondern auch von einer Musikart, die zum Fortleben bestimmt ist, so lange der Liebe Herr Gott in irdischen Tempeln angebetet wird.
Seine letzten Lebensjahre, wo er nicht mehr imstande war seinen Beruf völlig auszuüben, verbringt er mit dem Arrangement der klassischen Quellen, der Musik des ganzen römischen kirchlichen Jahres, einschließlich der Musik, die man braucht für jeden einzelnen Festtag der Römisch-Katholischen Kirche; einer Riesenarbeit, die von den Prälaten seiner Kirche hoch geschätzt wurde.
Herr von La Hache hat viele Jahre lang an Lähmungen gelitten (manche waren unheilbar), wodurch er nicht imstande war, ein Instrument zu spielen, aber mit Hilfe seines Sohnes blieb er der Organist der Sankt-Theresien-Kirche und der Dirigent seiner Musik, bis an dem Tag, wo er, von der Krankheit schwer geprüft, und nachdem er drei Monate ans Krankenbett gefesselt war, die ewige Ruhe fand.
In der Zeitspanne, wo er 27 Jahre Einwohner unserer Stadt war, gründete und erzog er eine zahlreiche Familie, und wir sprechen den trauernden Verwandten unser Beileid aus“.

Nach von La Haches Tod bringen Verleger bis ins 20. Jahrhundert seine Werke heraus, manchmal in der Form einer Überarbeitung. Die am meisten veröffentlichten Werke befinden sich heute in den Bibliotheken von New York, Boston, New Orleans und Baton Rouge.
Außer diesen bekannten bereits publizierten Werken sind noch kleine Werke erhalten geblieben mit nicht publizierter religiöser Musik. Diese sind Teil der Hinterlassenschaft von Henri Fourrier und werden aufbewahrt im Department of Archives der Louisiana State University Library in Baton Rouge.
In der Kollektion handelt es sich um Manuskriptkopien von vier kurzen Hymnen, einer Benediktion und von zwei Lobgesängen.

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Von La Hache: der Musiker



Als Organist, Musikdozent, Komponist und Dirigent war Von La Haches Ausstrahlung auf das Publikum in New Orleans geringer als sein Einfluss beim Organisieren von Musikveranstaltungen.
Von La Hache wurde deshalb sehr bekannt in der musikalischen Welt seiner Epoche, auch außerhalb der „Crescent City“, schon vor 1850, weil er öfters in Monatsheften und Magazinen publizierte, vor allem in den Magazinen, die in New York erschienen, wie z.B. “Saronis Musical Times“, „The musical World and Times“ und „The Message Bird”.
Er wurde bei den lokalen Musikfreunden bekannt, weil er sein Werk im Nordosten der Vereinigten Staaten herausgegeben hatte (New York, Boston) und es von daraus auf eine große Anzahl von Geschäften im Süden des Landes verteilte.
Wegen seiner Bekanntheit konnte er denn auch zusammen mit Curto 1852 die „New Orleans Philharmonic Society“ gründen.
Die „Daily Picayune“ berichtet darüber: „Wir sind erfreut, erfahren zu haben, dass eine Anzahl von lokalen Musikern vorhat, auf breitester und permanenter Grundlage einen philharmonischen Verein zu gründen. New Orleans hat genügend Qualität für einen solchen Verein, und wir haben uns mehrmals darüber gewundert, dass man ihn nicht früher gegründet hat.
Die zwei sehr erfolgreichen Kirchenkonzerten, die neulich unter der Führung der Herren Curto und Von La Hache aufgeführt wurden, liefern den klaren Beweis, dass wir über hervorragende musikalische Talente verfügen, und dass unsere Bürger diese Leistungen zu schätzen wissen.
Die beiden Herren, die wir schon erwähnten, werden den Verein leiten. Ihr professionelles Talent und ihre Erfahrung in diesem Bereich sind eine Garantie, dass die Ziele des Vereins verwirklicht werden. Die Wahl für den Vorstand des Vereins wird stattfinden im Musikladen des Herrn Hewitt, 39 Campstreet, wo alle Herren, die dem Verein beitreten wollen, erwartet werden“.

Durch die Gründung der Philharmonic Society erntete Von La Hache hohes Lob beim Publikum für seine Verdienste in der künstlerischen Welt. Einerseits wurde dadurch innerhalb der musikalischen Stadt einen organisatorischen Rahmen gestaltet, andererseits bekam Von la Hache den Ruf eines Mäzenen, weil er Konzerte für wohltätige Zwecke organisieren wollte. Um die Mäzenen bei den Konzerten zu veranlassen viel Geld zu spenden, kümmerte sich Von La Hache im Programm immer um ein gefühlvolles Lied, in dem arme Leute, wie Witwen und Waisen, bemitleidet wurden. Ein bekanntes Lied dieser Art war „The Orphan`s Appeal and Relief“ aus der „Grand Dedication Cantata“ aus dem Jahre 1852. (Die ganze Cantata war übrigens eigens für die Eröffnungszeremonie des „Old Fellows Hall“ am 22. November 1852 komponiert worden)
Wie beliebt Von La Hache geworden war, darüber berichtet ein Journalist der „Musical World and Musical Tunes“ aus New York, der in seinem Brief vom 13. März 1853 an seine Redaktion schreibt: „Ich habe in Von La Hache einen Prachtkerl und einen fähigen, und durch seine Kunst, hoch begeisterten Musiker gefunden. Er legt großes Talent an den Tag für Komposition und Arrangement und zeigt einen feinen Geschmack. Er verhält sich sehr fleißig, ohne Überheblichkeit, fragt wenig und ist der Musik völlig zugetan. Er ist hier sehr beliebt, er hat eine große Anzahl von Schülern und eine noch größere Anzahl Freunde“.

Es war aber nicht so, dass Von La Hache den kulturellen Ansichten seiner Umgebung immer zustimmte. In einem Brief aus seiner Feder vom August 1853 an die Redaktion der „Musical World“ lesen wir, dass nach seiner Meinung New Orleans nur auffällt durch Mattigkeit und Langweiligkeit. Er kann nichts melden, was irgendwelche musikalische Bedeutung haben könnte.
Wohl berichtet er jedoch über die verheerenden Folgen des Gelbfiebers, das die Stadt heimsuchte und viele Opfer forderte. Weil auch in New York Wohltätigkeitskonzerte aufgeführt werden zur Unterstützung der Opfer in New Orleans, beendet er seinen Brief mit den Worten: “Sie dürfen bestimmt stolz sein auf Ihre Stadt, die soviel dazu beigetragen hat, die armen, leidenden Menschen in New Orleans zu unterstützen.
Ich versichere Ihnen, dass wir es nötig hatten.
Ich bleibe Ihr Freund und Korrespondent.
Theodore von La Hache.“

Die stolze „New Orleans Philharmonic Society“ nahm ein unrühmliches Ende. Das Gelbfieber und der Bürgerkrieg hatten auch im Männerchor ihre Spuren hinterlassen.
Aber möglichst bald gründet Von La Hache einen neuen Musikverein; Am 1. Januar 1866 entsteht die „Harmonic Association of New Orleans“. Von La Hache wird zum Musikdirektor ernannt und sein Sohn, Theodore junior, wird beisitzender Sekretär.
Ausführender Sekretär wird aber Henry Blackmar, der Musikverleger. Es ist denn auch kein Zufall, dass das Büro der „Harmonic Association“ ihren Sitz im oberen Stock von Nummer 167, Canalstreet, der Adresse der „Blackmar Publishing Company“, hatte. Um der musikalischen Geschichte ein Ende zu machen: Die Chorproben fanden im Grünewalds Musikladen in der 129, Canalstreet statt.

Trotz seiner Bleivergiftung arbeitete Von La Hache immer weiter als Organisator und Promotor der „Harmonic Society“. Er organisierte die Soiree vom 8. Februar 1866 und beteiligte sich selber noch an den Soirees vom 12. April und der vom 19. Juli 1866.

Nach dem Sommer von 1866 richtete er seine Aufmerksamkeit auf den Handel. Er importiert und verkauft Klaviere. Die „New Orleans Crescent“ berichtet: “….das große Sortiment von den besten Klavieren, das auf dem amerikanischen Kontinent gemacht wurde, und das Professor Von La Hache soeben erhalten hat, und das in seiner Filiale zum Verkauf steht....“

Später wird Von La Hache, zusammen mit seinem Sohn, auch Musikpartituren herausgeben, wahrscheinlich mit der Absicht das Einkommen sicherzustellen. Seine Krankheit verschlimmert sich jedoch, und schließlich stirbt er 1869 in großer Armut.

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Von La Hache: der Pianist



Von La Hache hatte eine große Anzahl Kursteilnehmerinnen, die bei ihm Klavier studierten. Wie üblich widmete er einer seiner hervorragendsten Studentinnen eine Komposition. (Siehe unten die Kopie seiner Komposition: „Improvisation For Piano, über das Thema My Southern Sunny Home, Opus 613“, die er seiner Studentin Miss Lizzie Henderson widmete, und die von Blackmar & Co herausgegeben wurde).

Das Lied „My Southern Sunny Home“ war sowohl, was den Text als auch was die Musik betrifft, eine Komposition von William Shakespeare Hays und wurde ursprünglich 1864 auch von Blackmar & Co publiziert).
Es scheint ein sehr populäres Lied gewesen zu sein, da es Von La Hache der Mühe wert fand über das Lied eine Improvisation zu komponieren.
Das Lied erzählt uns die Geschichte eines Sohnes, der heimkehrt, nach langer Zeit seine Mutter wiedersieht und zu seiner großen Enttäuschung feststellt, dass sich inzwischen „alles“ geändert hat.
Der Chor singt den folgenden Refrain:
My home! My sunny home! My home! My sunny home!
My Southern sunny, sunny home!
Dear mother, I`ve come home to die,
In my Southern sunny, sunny home!

Die Klavierkompositionen des Theodore von La Hache wurden um 1850 gesammelt und von mehreren Verlegern als Sammelwerke (Collections) publiziert.
So bringt Firth, Pound & Co „Musical Album for 1855” heraus, Oliver Ditson aus Boston das “Album for 1857”, und 1858 publiziert Von La Hache selber die Sammlung „Grand Etude de Salon pour piano“.

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Von La Hache: der Organist/Chorleiter


1850 wird Von La Hache zum ersten Organisten der Sankt-Theresia von Avilla-Kirche ernannt, die an der Ecke der Campstreet und der Eratostreet in New Orleans gelegen ist.

st theresa kerk

Diese Kirche wurde vom Architekten T.E. Giraud in gotischem Revivalstil entworfen.
Die Kirche wurde in den Jahren 1848 und 1849 gebaut.
Der Boden, auf dem gebaut wurde, war ein Teil der Sauletplantage, die Frau Therese Saulet dem Kirchenvorstand schenkte.

Außer seiner Organistenstelle in der Sankt-Theresia von Avila-Kirche, hat er auch noch eine Stelle als "Musical Director" der Sankt-Patrick-Kirche.
Er ist bis 1865 als solcher an der Sankt-Patrick-Kirche angestellt, danach übernimmt Gregorio Curto diese Aufgabe.
(Danke an Jerry Ripberge van L.A. Images)

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Von La Hache: der Komponist von Liedern


Es ist auffällig, dass fast alle Kompositionen des Komponisten bis 1850 in drei Kategorien fallen: in Tanzmusik, Märsche und in Arrangemente für Klavier.
Obschon in jener Zeit der klischeehafte, als Neger geschminkte Sänger (Minstrel) äußerst beliebt war, und es sehr interessant war für diesen Typ zu komponieren, brachte Von La Hache diesem Genre kaum Interesse entgegen.
Von derartigen Liedern aus seiner Feder sind nur wenige um 1858 während der sogenannten "Ethiopian Concerts" aufgeführt worden.

Nein, er betätigte sich am liebsten mit der Komposition von Märschen, Polkas und Walzern, um den Glanz eines Festes zu erhöhen, oder auf diese Weise große Persönlichkeiten zu ehren.
So schrieb er Märsche der Feuerwehr von New Orleans zu Ehren, aber auch für Kriegshelden aus dem Mexikanischen Krieg, wie Samuel Ringgold, Zachary Taylor, William Jenkings Worth und Winfield Scott.



Weil Von La Hache James Robb, der die Eisenbahn zwischen New Orleans und Memphis gebaut hat, sehr bewunderte, widmete er dem Pionier eine Polka.
Er benannte seine Walzer auch nach berühmten musikalischen Persönlichkeiten seiner Zeit, wie nach der legendarischen Sopranistin Jenny Lind und dem österreichischen Pianisten Leopold von Meyer.
Auch komponierte Von La Hache anlässlich des 100. Geburtstags Schillers, des berühmten deutschen Dichters, eine "(Schiller) Festival Cantate, Grand Chorus for Male Voices".

Wie so viele Komponisten seiner Zeit scheute Von La Hache das musikalische Pathos sicher nicht. Ein typisches Beispiel davon ist das Lied "Alone", Opus 31. Das Lied schildert uns in vier Strophen die bedrängte Lage eines ratlosen Ehegatten, dessen Frau gestorben ist, und der ganz alleine mit den Kindern, den Kopf voller Sorgen habend, zurückbleibt.

Der Musikladen mit Musikverlag mit Druckerei Tylor in New Orleans gibt den ersten Katalog mit dem Werk von Von La Hache (1850) heraus. Obschon Von La Hache 1850 nur noch 50 Werke geschrieben hat, hatte das Werk, als der Bürgerkrieg im April 1861 ausbrach, schon die 500 Opera überschritten.

Es dauert bis zum Bürgerkrieg, wo Von La Hache mit der Mode geht und Kriegslieder und Klavierstücke komponiert mit Titeln wie:
"Freedoms Tear Reverie", "Grand Parade March of the 5th Company", "Washington Artillery " (1861) und "The Volunteers Farewell, or Farewell My Dearest Katie"(1862).
Von La Hache betrachtet man dadurch als einen der größten Komponisten der "Confederate Songs"während des Bürgerkrieges.


Aber das beliebteste Lied von Von La Hache ist zweifellos das sehr emotionelle und überempfindliche Lied nach dem Gedicht von Abraham J. Ryan "The Conquered Banner", (die geschlagene Fahne) Opus 643, von A.C. Blackmar in New Orleans herausgegeben.
Es ist ein Lied, angedeutet als "Grand Solo für Mezzosopran oder Bariton mit Klavierbegleitung". In der amerikanischen Literatur wird dieses Gedicht auch bezeichnet als das "Requiem der verlorenen Sache".
Abraham J. Ryan war ein katholischer Priester, der sich seitens der südlichen Staaten am Bürgerkrieg beteiligte . Er hat "The Conquered Banner"gedichtet, nach dem sich der Kriegsheld, General Lee , mit seinen Truppen den Nördlichen hatte übergeben müssen.


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Von La Hache: der Komponist von Kirchenmusik


Erst ab 1850 fängt Von La Hache auch damit an, religiöse Musik, Messen und andere Arten von Kirchenmusik zu komponieren. Vor allem diese Musik machte Von La Hache zu einem der bekanntesten Komponisten von New Orleans.
1851 vollendet er sein erstes, großes, religiöses Werk: „Grand Jubilee Mass“, ein Werk, das er der „Händel & Haydn Society“in Boston widmet.
Von La Hache erhält in der Nummer vom 21. Juni 1851 von „The Daily Crescent“ eine stürmische Presse.
“…. Mit Freude und Stolz begrüßen wir in unserer Stadt jede neue Ausdrucksform der Kunst, und deswegen fühlen wir uns so glücklich ein neues Werk des Herrn von La Hache kennengelernt zu haben, dem höchstes Lob gebührt.
Dieser Komponist ist schon beim Publikum bekannt wegen verschiedener Veröffentlichungen, wie Polkas, Variationen und Fantasien. Er ist überhaupt einer der beliebtesten Menschen, der dem maßgeblichen musikalischen Niveau unseres Landes einen wichtigen Beitrag leistet.
Heute bringt er eine vierstimmige Grand Jubilee Mass aus, die er der Boston Händel & Haydn Society gewidmet hat. Weil der Komponist sein Werk in der Schirmherrschaft eines Vereins, der denselben Namen trägt, untergebracht hat, erwähnt er schon auf der Titelseite für welche Musikart er eine Vorliebe hat, und in welcher Atmosphäre, und auf welcher Grundlage musikalischer Prinzipien er diese Messe komponierte.
Er ist der „Deutschen Schule“ treu geblieben, er befolgt ihre Regeln genau, er verzichtet auf jeden falschen Schmuck, der einem erhabenen Stil zuwider ist.
Es ist vielleicht aus diesem Grunde, dass dem Herrn von La Hache die höchste Ehre gebührt. Er hat eine wunderschöne Komposition zustande gebracht, ohne dass er den Rahmen aus dem Auge verliert. Es ist wirklich geheiligte Musik, vom Anfang bis zum Ende, ohne musikalische Unreinheiten.
Eine derartige Komposition erfordert viel Talent und ein intensives Studium. Wir wünschen dem Komponisten viel Erfolg. Da er versucht hat auch die kirchliche Musik in die Arme zu schließen, müsste er auch mal bestrebt sein, uns ein Oratorium zu schenken.
Wir möchten auch seine neueste Messe hören, die von einem fähigen Chor in dieser Stadt aufgeführt wird, denn es ist zweifellos der Wunsch vieler Leute, die diese Messe noch nicht haben hören, jedoch nur die Partitur haben bewundern können.

Um die religiösen musikalischen Werke wurde es aber einige Jahre still, bis zum Jahre 1855. Ab diesem Jahr sieht es aus, als beschäftigte sich Von La Hache nur mit den Kompositionen von Messen. Mindestens 6 Messen werden dann von Philipp P. Werlein herausgegeben.
Auch im Jahre 1855 publiziert Von La Hache drei Messen, die eine Art Trilogie bilden, und die dem Heiligen Petrus, dem Heiligen Antonius und der Heiligen Theresia gewidmet sind.
Die Petrusmesse ist die einzige von den drei erwähnten Messen die in der ursprünglichen Form bewahrt ist. Als Opus 141 gekennzeichnet, ist es ein Musikstück für drei Partien. Es ist für das Ordinarium der Messe gemeint, mit Orgelbegleitung und mit verschiedenen Stellen für Sologesang.
Andere Messen erschienen erst nach seinem Tod, sogar spät nach 1880, als bei Schotts Söhne wohlgemerkt 9 Messen herausgegeben werden, von denen 2 noch nicht früher publiziert wurden
Aber all diese Kompositionen sind ohne Zweifel um 1855 geschaffen worden. Danach erscheint die „Union Mass“ (November 1858) und schließlich seine letzte Messe: „Messe für den Frieden“ aus dem Jahre 1864.

Diese Missa Pro Pace ist eine Reaktion von La Hache auf die Schrecken des Bürgerkrieges im Jahre 1863, als fast ganz Louisiana der Schauplatz des Todes und der Vernichtung wurde. Obschon sogar 1864 die Soldaten der Konföderation mit erstaunlicher Ausdauer weiterkämpften, wurde es in diesem Jahr klar, dass der Kampf um eine unabhängige Nation von südlichen Staaten nutzlos war.
Die Mass for Peace ist das einzige noch bekannte religiöse Werk, das von einem Amerikaner während des Amerikanischen Bürgerkrieges komponiert wurde.
Es wurde 1867 von Henry Tolman & Company aus Boston als Opus 644 herausgegeben.
Es ist interessant zu wissen, dass diese Messe aus zwei Teilen besteht, und deswegen ist es auch das längste Werk, das Von La Hache je geschaffen hat.
Das Werk wurde 1869 von S.T. Gordon in New York neu aufgelegt und später, 1895, noch mal von Hamilton S. Gordon, gleichfalls in New York, herausgegeben.

Die erste Aufführung dieser Messe fand am Palmsonntag, den 9. April 1865 um 10.00 Uhr in der Theresienkirche an der Campstreet statt.
Wegen der großen Länge der Messe wurde ein weiterer Teil am Dienstag Abend, den 11. April, um 19.00 Uhr fortgesetzt.
Während der Messe wurde Geld gesammelt, und der Ertrag war für das Waisenhaus für Mädchen an der Campstreet bestimmt.

Nach Von La Haches Tod 1869 publiziert nur B. Schott`s Söhne dessen Kirchenmusik in der ursprünglichen Version.
Bald wird man seine Messen überarbeiten. Bekannt sind die Arrangemente von B. Hamma.
So publiziert Fisher & Brothers 1891 die Überarbeitung (von Hamma) der „Missa in Honor Sankt-Therese“, eines Werkes, das mit Opus 421 gekennzeichnet wird.
Im selben Jahr, 1891, folgen die Überarbeitungen der „Mass in Honor Of The Blessed Sacrament“ , und der „Mass in Honor of St. Louis“, beide von Hamma.
Nachher folgen bei Fisher die Überarbeitungen der „Unison Mass in G“ (1896), der „Corpus Christi Mass“ (1897) und der „Unison Mass in F (1903).
Schließlich erscheint bei James A. Reilly 1925 die überarbeitete “Mass in F”.

Sehen Sie auch "Übersicht Kirchenmusik"

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